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Detlef Erbentraut räumt den Chefsessel beim FC Pommern. Nachfolger ist René Pittelkow

"13 Jahre sind genug, ich möchte einfach Platz machen für andere. Ich will hier nicht mit 70 noch stehen – so wie manche Leute in der Politik", sagt Detlef Erbentraut am Dienstagabend auf der Jahreshauptversammlung des FC Pommern.
 
Bereits zum 20. Geburtstag des Vereins hatte der 58-Jährige angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Und nun machte der SPD-Kommunalpolitiker ernst. "Erbse" – wie er von den Sportlern nur genannt wird – versäumte es nicht, sich bei allen Trainern, Partnern und ehrenamtlichen Übungsleitern für ihre Arbeit zu bedanken. Und er erwähnte auch die sportlichen Erfolge der 329 Mitglieder: von der erfolgreichen Teilnahme der Oldies an der Deutschen Meisterschaft in Stuttgart über den tapferen Kampf der Mädchen gegen reine Jungenmannschaften bis hin zur F-Jugend von Torsten Ahrens, die im Kreis und im Land Gold abräumte.
 
"Im Nachwuchsbereich wird gute Arbeit gemacht. Wermutstropfen ist hier die A-Jugend, die wir wegen Spielermangels vom Punktspielbetrieb abmelden mussten“, sagt Erbentraut und schlägt den Bogen auch zum Sorgenkind, der ersten Männermannschaft. Mit Ach und Krach hatte die Truppe die Verbandsliga gehalten, und auch jetzt geht die Zitterpartie weiter.
 
Mit einer Satzungsänderung wollte man dann den Weg dafür frei machen, dass der „Präsi“ zum Ehrenvorsitzenden wird. Die Änderung wurde zwar beschlossen, doch hatten einige ein Problem damit, die Tagesordnung im Nachhinein zu ändern. Das war dem Ex-Präsidenten dann doch zu viel Gewese, so dass die Ehren-Anerkennung auf später verschoben wurde.
 
Finanzer Sven Biederstädt konnte von einem mit 462 Euro positiv abgeschlossenem Etat berichten. Das Gesamtvolumen des Vereinshaushaltes beläuft sich auf rund 97 000 Euro. Allein 12 000 Euro zahlt der FCP für Schiedsrichter, 21 000 Euro sind Personalkosten. Wichtigste Einnahmen sind 45 000 Euro Beiträge, 18 000 Euro Spenden und 10 000 Euro über Werbung. Nachdem alle Berichte bestätigt wurden, erfolgte die Wahl des neuen Vorstandes.
 
Erbentraut hatte René Pittelkow (41), der schon vor einigen Jahren beim FCP arbeitete, als seinen Nachfolger vorgeschlagen, und die große Mehrheit folgte dem. Außerdem arbeiten Knut Drechsler, Sven Biederstedt, Thomas Meyer, Bert Linke und Uwe Kollberg hier mit. Sensationell auch die Wahl von Simone Kutz, die damit zumindest in Stralsund die erste Frau in einer Fußballvereins-Chefetage ist. Die 52-jährige kennt sich aus, ist sie doch nicht nur Spielerfrau, sondern hat auch zwei Söhne auf ihrem Weg vom Nachwuchskicker bis zum Verbandsliga-Fußballer begleitet.
(Text: Ines Sommer)
zurück Erstellt am Montag, 15. Sep 2014

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