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FC Pommern lässt wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen Konterstarke Neubrandenburger siegen in Stralsund mit 3:0

 

Das Wort „Schicksalsspiel“ wollte zum jetzigen Zeitpunkt der Saison beim FC Pommern natürlich niemand in den Mund nehmen. Trotzdem kam der Partie gegen die zweite Mannschaft des 1.FC Neubrandenburg am vergangenen Samstag vor 100 Zuschauern im Stadion der Freundschaft eine ganz besondere Bedeutung zu. Nach mittlerweile sechs sieglosen Spielen in Folge auf den 13. Platz der Verbandsligatabelle abgerutscht, sollten endlich wieder drei Punkte eingefahren werden. „Wir haben uns zu Beginn der Saison vorrangig mit den Spitzenteams der Liga auseinandersetzen müssen“, meinte Pommern-Trainer Dirk Schwerin rückblickend. „Mit Neubrandenburg ist heute aber der direkte Tabellennachbar zu Gast. Da ist ein Sieg Pflicht“, so Schwerin weiter. Bei der nach wie vor angespannten Personalsituation keine leichte Aufgabe. Hoffnung machte allerdings die Rückkehr des Langzeitverletzten Philipp Wieck.

Nach eineinhalb jähriger Zwangspause bereits in Anklam und Pastow wieder in der Startformation des FC Pommern, feierte der 24-jährige Stralsunder jetzt auch vor heimischem Publikum sein Comeback. „Philipp Wieck wird dem Team in der Defensive mehr Stabilität geben“, machte Dirk Schwerin die Rolle des Rückkehrers deutlich. „Nachdem wir im bisherigen Saisonverlauf die Hälfte unserer Gegentore per Kopf kassierten, haben wir mit Philipp jetzt einen 2-Meter-Mann in der Abwehr, der bei hohen Bällen richtig aufräumt.“ Auch in der Offensive überließ Coach Schwerin nichts dem Zufall. Christian Orend, früherer Mannschaftskapitän, Tor- und Erfolgsgarant, mittlerweile bei den Alten Herren des FCP aktiv, rückte in die Startformation, um das Angriffsspiel zu beleben. Eine Maßnahme, die zumindest in der Anfangsviertelstunde der Partie gegen Neubrandenburg ihre Wirkung nicht verfehlen sollte.

Druckvoll agierend erspielten sich die Pommern Chance um Chance. Aber sowohl Philipp Wieck per Kopf, Simon Gurlt mit seinem Schuss aus 16m Torentfernung als auch Christian Orend und Dani Sendroiu konnten den Ball nicht im Gehäuse unterbringen. Nach 15 Minuten hatte dann Neubrandenburgs Felix Bollow nach einem Konter die Riesenchance zur Gästeführung, ließ aber beim Abschluss die nötige Konsequenz vermissen. Trotzdem fanden die Neubrandenburger jetzt besser ins Spiel, kamen ihrerseits zu Möglichkeiten, scheiterten aber an FCP-Keeper Oliver Sund oder am eigenen Unvermögen. Nachdem Pommerns Sebastian Gabriel in der 38. Spielminute mit seinem Volleyschuss aus spitzem Winkel nur die Querlatte traf, und erneut Simon Gurlt und Marcel Thämlitz mit ihren Abschlüssen das Tor verfehlten, ging es mit einem torlosen 0:0 in die Pause.
Im zweiten Durchgang dann der Bruch im Pommern-Spiel. Fehler im Aufbau, ungenaue Pässe und unnötige Ballverluste ließen das zuvor strukturierte Offensivspiel der Hausherren nahezu völlig zum Erliegen kommen und eröffneten dem Gegner Kontermöglichkeiten. Neubrandenburg nutzte diese mit eiskalter Konsequenz. Dreimal tauchten die Gäste vor Keeper Oli Sund auf, dreimal klingelte es im Stralsunder Gehäuse. Tom Selchow mit einem Doppelpack (70., 86.Minute) und Felix Bollow (88.) markierten die Treffer zum 0:3-Endstand und bescherten dem 1.FC Neubrandenburg drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Punkte, die man eigentlich auf Pommern-Seite fest einkalkuliert hatte.

Kopfzitat: Philipp Wieck (24 Jahre, FC Pommern Stralsund): „Nachdem wir es in der Anfangsphase versäumt haben, ein Tor zu schießen, haben wir den Gegner durch eigene Fehler stark gemacht und wurden eiskalt ausgekontert.“
zurück Erstellt am Sonntag, 27. Okt 2013

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