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Trainer-Duo wirft hin

 


Die Nachricht hat die Stralsunder Fußball-Welt sehr überrascht: Das Trainergespann der Verbandsliga-Elf verlässt das Pommernschiff. Robert Kuse und Torsten Reinert haben ihren Rücktritt erklärt – aus freien Stücken, ganz ohne Druck von oben. Sie sind ab sofort nur noch als Zuschauer im Stadion. Vorübergehend übernehmen Mannschaftskapitän Christian Orend und Spieler Manuel Kraft das Training.

„Mich hat diese Nachricht total überrascht. Und ich bedaure diesen Schritt der beiden Trainer, waren sie doch nach dem Umbruch beim FC Pommern meine Wunschkandidaten für den Trainerposten“, ist der FCP-Präsident sichtlich enttäuscht. „Ich sehe auch keine Not. Wir stehen gut da. Natürlich lief es in der Rückserie nicht so, aber noch einen Dreier, und der Klassenerhalt wäre sicher gewesen. Das wäre eine machbare Aufgabe gewesen“, so der Pommern-Chef und ergänzt: „Natürlich kann ich die beiden auch verstehen. Wenn man sich quälen muss, zwölf Spieler zusammenzukriegen, und das auf lange Zeit, macht das keinen Spaß. Aber ich hätte mir gewünscht, dass sie noch bis zum Saisonende durchgezogen hätten. Jetzt haben wir ganz unnötig eine neue Baustelle aufgerissen“, findet Pittelkow.

In puncto Nachfolger brodelt natürlich die Gerüchteküche. „Da kann ich mal gleich alle beruhigen, eine Notlösung, wie es sie in den vergangenen Jahren gab, fällt aus. Wir sind an einer vernünftigen und langfristigen Lösung interessiert. Und die kommt nicht aus unserem Verein. Deshalb kann die Suche natürlich etwas länger dauern.“

Die Trainer selbst wollten sich zu ihrem Rücktritt nicht äußern. Allerdings ist es nach OZ-Informationen schon die angespannte Personalsituation, die die beiden auf der Trainerbank den Spaß verlieren ließ.

Vielleicht keine guten Vorzeichen für das morgige Heimspiel. Um 14 Uhr empfängt Stralsund als Tabellenneunter den Sechsten aus Torgelow. „Wir wissen, dass Torgelow ein unbequemer Gegner ist. Sie holen sich viele Polen als Verstärkung und bestimmen seit Jahren die Liga mit. Wir haben gerade gelesen, dass sie nächstes Jahr den Titel holen wollen“, sagt Christian Orend. Der 35-Jährige kam nun unverhofft das erste Mal zu Trainer-Ehren. „Ich wäre aber froh, wenn Manuel und ich das nur eine Woche machen müssen“, sagt er und betont, dass ihm der Rücktritt von Kuse und Reinert leid tut.

(Text: Ines Sommer)

zurück Erstellt am Samstag, 16. Apr 2016

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