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1:1 gegen Torgelow

 


Nach den Schlagzeilen der vergangenen Woche, in der das Trainer-Duo Kuse und Reinert von seinen Ämtern zurücktrat, gingen die Spieler des Fußball-Verbandsligisten FC Pommern Stralsund nervös in die Begegnung mit dem Torgelower FC Greif. Doch nachdem die Gäste die frühzeitige Führung erzielten, rappelte sich die sundische Elf auf und beendete die Partie vor 600 Zuschauern mit einem 1:1-Unentschieden.

Doch danach sah es lange Zeit nicht aus. Unsicher und mit Problemen in der Zuordnung starteten die Pommern, die diesmal von ihrem immer noch verletzten Kapitän Christian Orend und Torhüter Oliver Sund von der Trainerbank aus angeleitet wurden. Zu viele einfache Bälle gingen so verloren. Dies wussten die Torgelower schon in der dritten Minute zu nutzen, als sich Alexander Grosch der freien Schussbahn annahm und zur 1:0-Führung für Torgelow traf.

Der Warnschuss kam für die Crew jedoch noch gerade rechtzeitig. Folglich spielten sie mutiger und geordneter auf und haben sich der Zweikämpfe besser angenommen. Doch auch wenn sie von nun an ebenbürtig auftraten, ließ sich dieser Rückstand bis zur Pause nicht mehr aufholen.

 

In Halbzeit zwei gelang es ihnen die Gäste vermehrt mit Kontern zu ärgern. Es dauerte jedoch bis zur 78. Minute, als Yu Asanuma nach schöner Vorbereitung seiner Teamkollegen den Ausgleich erzielte und bei Mannschaft und Fans für Erleichterung sorgte. Die Pommern bleiben damit vorerst auf einem abstiegssicheren neunten Tabellenrang.  

„Wir sind in dieser Woche als Mannschaft zusammengewachsen“, sagte Patrick Zienkiewicz. „Wir glauben an uns und unterstützen und coachen uns gegenseitig. Das Ergebnis haben wir verdient und können uns damit zufriedengeben“, so Zienkiewicz, der Christian Orend als Kapitän vertritt.

Auch der Interims-Coach zeigt sich nach diesem Ausgang erleichtert. „Die Mannschaft hat tollen Charakter gezeigt. Sie hat gezeigt, dass sie noch intakt ist und mit dem Abstieg nichts zu tun haben will“, meinte Orend. „Mit etwas Glück hätten wir hier auch schon eher den Ausgleich erzielen können. Mit Schwerin wartet nun schon nächste Woche daheim der nächste Kracher. Hier erwarten alle eine Niederlage. Aber warum sollen wir da nicht auch gewinnen können.“

Noch ist allerdings die Frage offen, wer dann auf der Trainerbank sitzen wird. Orend möchte diesen Platz jedenfalls schnellstmöglich wieder räumen. „Ich wünsche mir, dass dieses Erlebnis einmalig bleibt. Ich bin noch zu sehr Spieler um auf Dauer Trainer zu sein. Dafür bin ich zu nah an der Mannschaft“, erklärte der 35-Jährige. In einigen Jahren könnte diese Entscheidung bereits anders ausfallen. So muss sich der Verein in den nächsten Wochen noch intensiv der Trainerfrage widmen.

 

Für den FC Pommern Stralsund spielten: TW Marcel Nierstenhöfer, Patrick Zienkiewicz, Manuel Kraft, Christoph Vit (49. Sebastian Petzold), Philipp Lorenz, Yu Asanuma, Michael Lindberg, Steffen Pompe, Dimitrijs Medeckis, Benny Metzentin, Kevin Kutz

(Bild und Text:
Wenke Büssow-Krämer)

 
zurück Erstellt am Sonntag, 17. Apr 2016

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