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Schiri entscheidet das Spiel

 

Zum Rückrundenauftakt empfing der Grimmener SV den FC Pommern und 143 Zuschauer fanden den Weg bei ungemütlichem Wetter ins Jahnstadion. Das Spiel fand auf einem sehr holprigen Nebenplatz statt. Die Pommern reisten mit erheblichen Personalproblemen an. Kapitän Orend fehlte verletzungsbedingt genauso wie Alex, Kutz, Thiele, Hartz, Wieck und Plots. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Stralsunder sich erstmal hinten einigelten. Der Gastgeber begann wie gewohnt mit ausschließlich langen Bällen. Diese waren allerdings meistens kein Problem für Pommerns Abwehrverband. Gefahr kam nur nach Standarts. Einen davon entschärfte Pommerns einziger Winterneuzugang Marcel Nierstenhöfer im Pommerntor nach 6. Minuten überragend. Das die Stralsunder aber nicht nur zum verteidigen angereist waren zeigten sie nach gut 10. min. Bei diesem Angriff fehlte aber der letzte präzise Pass. Das Spiel plätscherte anschließend zwischen den Strafräumen hin und her. Grimmen schlug jeden Ball hoch und weit in die Stralsunder Hälfte in der die Abwehr um Manuel Kraft und Patrick Zienkiewicz die absolute Lufthoheit hatten. Der erste größere Aufreger passierte dann nach 30 min. Der Ex Stralsunder Simon Gurlt entwischte seinem Bewacher. Anschließend ließ er sich im 16er 2x fallen. Einen Strafstoß gab es dafür jedoch nicht. Kurz vor der Pause tauchten die Gäste nochmal gefährlich vor dem Grimmener Tor auf. Erst konnte der aufgerückte Innenverteidiger Manuel Kraft seinem Kopfball nicht den nötigen Druck mitgeben und anschließend verpassten Freund und Feind einen gefährlich herein getretenen Eckball von Dimi Medeckis. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Pommerns Trainer Robert Kuse konnte bis dahin mit der Leistung seiner Elf zufrieden sein. Alle kämpften, alle rackerten. Das spielerisch auf diesem Platz nichts ging, war ihm vorher schon klar.

Der 2. Durchgang begann wie der erste. Grimmen drosch wirklich jeden Ball hoch nach vorne. Ab und zu gewannen sie auch mal ein Kopfballduell. Dann war aber Marcel Nierstenhöfer oder ein Abwehrbein zur Stelle und verhinderte ärgeres. Die Sundstädter waren aber auch nicht gefährlich in ihrem Offensivbemühen und so passierte nicht viel bis zur 70. min. Dann brannte es aber lichterloh im Grimmener Strafraum. Drei aufeinanderfolgende Ecken wirbelten den Tabellen 6. gehörig durcheinander. Zählbares sprang dabei aber für die Pommern nicht raus. Grimmens Trainer Pasch reagierte und wechselte mit Boljahn und Kleindorff zwei frische Stürmer ein. Letzter führte sich gleich mit einer gelben Karte ein. Anschließend foulte er noch 2x ziemlich gelbwürdig, was doch etwas an der Courage des Schiedsrichters zweifeln ließ. In der 90 Minute versuchte es nochmal Grimmens Sven Berndt aus der Distanz. Sein Schuß war aber kein Problem für Pommerns Keeper. Als dann Schiedsrichter Enrico Barsch noch eine Minute anzeigte schien alles in diesem fairen Derby zu einem torlosen Remis hinauszulaufen. Einen verzweifelten letzten langen Ball der Grimmener ließ Barsch in der 93. min.!!!! noch zu. Was dann allerdings in ihn gefahren war ließ auf der einen Seite das blanke Entsetzen und auf der anderen Seite ein erstauntes Grinsen in die Gesichter fahren. Manuel Kraft geleitete Kevin Kleindorff in Richtung Eckfahne. Dieser nahm den geringen Körperkontakt an und ließ sich theatralisch fallen. Seine fehlende Courage aus einigen voraus gegangenen Situationen wollte der Schiri wohl mit seinem anschließenden etwas zögerlichen Pfiff wettmachen. Torjäger Boljahn nahm dankend an und verwandelte den Elfmeter zu diesem noch unerwarteten Sieg. Schade, dass dieses Spiel durch den Schiedsrichter entschieden wurde.

Pommerns Trainer Robert Kuse meinte nach dem Spiel; „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit, das einer für den anderen da ist, haben wir heute wieder gezeigt und das lässt mich zuversichtlich in die Zukunft blicken. Es tut mir allerdings auch sehr leid für meine Jungs, dass dieses Spiel so entschieden worden ist. Wir werden uns kurz schütteln um dann im ersten Heimspiel der Rückrunde am kommenden Samstag im Paul Greifzu Stadion wieder unser bestes zu geben.“

Pommern spielte mit: Nierstenhöfer, Kraft, Zienkiewicz, Metzentin, Lorenz, Vit, Pompe, Medeckis, Lindberg (84. Becker), Pagels, Yu (88. Petzold)

zurück Erstellt am Sonntag, 21. Feb 2016

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