Klubkasse.de Banner

Pokalwunder bleibt aus

 


FC Pommern Stralsund – FC Hansa Rostock 0-4
14.November 2015 I 13:00Uhr I Primus Immobilien Arena - Stralsund
 

Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und hartem Kampf unterliegen die Verbandsligisten des FC Pommern Stralsund dem Drittligisten FC Hansa mit 0:4

Mit ihrem 4:0-Sieg über den Verbandsligisten FC Pommern Stralsund zieht der FC Hansa Rostock ins Pokal-Halbfinale ein.

Dabei boten die Hanseaten in der Stralsunder Primus-Arena gerade in der ersten Halbzeit alles andere als Fußball-Feinkost.
Während die Pommern mutig und energisch in die Partie mit dem haushohen Favoriten starteten, fielen die Hansa-Kicker vor allem durch lautstarkes Winden in der Horizontalen auf dem Rasen auf. Dass jeder kleine Stolperer schmerzverzerrt genutzt wurde, um den Kontrahenten vom Sund zumindest eine gelbe Karte aufzubürden, zeugt wohl davon, wie viel Respekt die Leistung der Pommern-Crew beim Drittligisten hervorgerufen haben muss.

Zu diesem Zeitpunkt zweifelte wohl keiner der gut 5000 Zuschauer daran, dass die Gastgeber hier zumindest ebenbürtig auftraten. Taktische Raffinesse der Drittligisten wurde vergebens gesucht. Und in Momenten, in denen die Hanseaten gefährlich wurden, hielt ein glänzend aufgelegter Pommern-Keeper Oliver Sund mit Bravour den Kasten sauber.

Stattdessen hagelte es Pöbeleien. Stralsunds Michi Lindberg bot seinem Mitspieler die Stirn, während es die Trainer – zum Glück räumlich getrennt – bei Drohgebärden beließen. Viermal Gelb für Stralsund und zweimal für Rostock, lautete die Bilanz der ersten Halbzeit.

Doch als sich schon alle in der Pause wähnten – man befand sich bereits in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit – landete Hansa durch Soufian Benyamina doch noch den Treffer zur 1:0-Pausenführung für die Gäste. Aber nach dem Verlauf der ersten 45 Minuten schien noch alles offen.

Aber die Pausenansprache von Trainer Karsten Baumann an die Hansa-Elf schien wohl wachzurütteln. Außerdem fehlten Pommern-Coach Robert Kuse nach zwei schnellen Einwechslungen nach Verletzungen in der ersten Halbzeit die großen Austauschmöglichkeiten. Jedenfalls zeigte der FCH nun ansatzweise, dass sie diejenigen sind, die den Verbandsligisten körperlich überlegen sein sollten.

Auch wenn die Pommern-Crew tapfer weiterkämpfte, war es Hansas Maik Lukowicz der sich in der 68. Minute als Torschütze in der Partie verewigen durfte. Zwölf Minuten später ließ es Marcus Hoffmann hinter Olli Sund im Pommern-Kasten einschlagen. Nun war die Luft bei den Hausherren endgültig raus, was Lukowicz in der 84. Minute nochmals ausnutzen konnte.

Nach der Schlitterpartie, die Hansa hier präsentierte, fiel der erwartete Fanjubel im Gästeblock berechtigterweise dürftig aus. Noch bedenklicher als die Leistung, die die Gäste hier auf den Platz brachten, war jedoch das Verhalten der Mannschaft gegenüber dem Gastgeber – es hagelte in Durchgang zwei noch viermal Gelb für Hansa.

Nach all den Pöbeleien auf und neben dem Grün, wurde nach dem Spiel auch noch Kritik über die Platzverhältnisse laut, die eines Drittligisten unwürdig sind. Denn der ansonsten top gepflegte Rasen der Primus-Arena konnte sich nach den Regengüssen der vorangegangen Stunden auch mal in Matsch verwandeln. Zu viel scheinbar für die Profis. Pommern hat übrigens auf dem gleichen Grün gespielt.

Die Crew vom Sund konnte den Rasen jedenfalls erhobenen Hauptes verlassen und bekamen von ihren Fans trotzdem aufmunternde Schulterklopfer.

(Text: Wenke Büssow-Krämer)

Aufstellung des FC Pommern Stralsund:

Oliver Sund, Philipp Lorenz, Patrick Zienkiewicz, Manuel Kraft (35´Daniel Hartz), Aleksejs Kuplovs-Oginskis, Bruno Pereira De Carvalho Silva (82´Tom Thiele), Christoph Nickel, Steffen Pompe, Christoph Vit (33´Benny Metzentin), Michael Lindberg, Christian Orend

 

Statistik:

http://www.fussball.de/spiel/fc-pommern-stralsund-fc-hansa-rostock/-/spiel/01PVJU1VDC000000VV0AG813VUGEHE2E#!/section/course

zurück Erstellt am Dienstag, 17. Nov 2015

WERDEN SIE SPONSOR

TRAINER GESUCHT

NACHWUCHS GESUCHT

UNSER STANDORT