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Pommernkogge versenkt die Piraten

 

 

Was für ein Spiel ! 5 Tore, 3 Platzverweise und 5 min Nachspielzeit. Fußballherz was willst du mehr. Dabei waren die Voraussetzungen bei den Pommern für ein erfolgreiches Spiel gar nicht so gut. Alle 3 Torhüter fielen krankheits- oder verletzungsbedingt aus. Dazu fehlten die beiden etatmäßigen Innenverteidiger Manuel Kraft (private Gründe) und Patrick Zienkiewicz (krank). Auch Kapitän Orend lag die ganze Woche flach, trat aber die Reise nach Mecklenburg an.


Das Spiel begann vor gut 200 Zuschauern bei bestem Fußballwetter gleich ohne Abtasten. Der MSV wollte gleich klarstellen, dass es hier für den FC P nichts zu holen gibt. Doch die neu formierte Stralsunder Abwehr um Christoph Nickel und Christoph Vit stand sicher. Die Devise hieß sicherlich erstmal das eigene Tor zu schützen aber auch nach vorne sollten immer wieder Nadelstiche gesetzt werden. Und das wurde bereits nach 6 min umgesetzt. Mit gutem Direktspiel wurde Sebastian Petzold im Pampower Strafraum freigespielt. Doch dessen Schuß konnte Pampows Torhüter Losereit entschärfen. Kurz danach hatte Pommerns Torhüter Thilo Höhle seine erste Bewährungsprobe. Reaktionsschnell vereitelte er diese Pampower Chance mit einer Fußabwehr.
Nach einer Viertelstunde war es plötzlich mucksmäuschenstill in der Gartenwegarena. Alex Kuploovs-Oginskis hämmerte einen 25 m Freistoß von halblinks auf den MSV Kasten. Losereit ließ die Kugel nach vorne abklatschen. Michi Lindbergs anschließender Kopfball traf nur die Latte aber dann stand Kapitän Christian Orend goldrichtig. 1:0 für unseren FC P.
Die „Piraten“ aus Pampow waren kurz geschockt, erhöhten dann aber wieder den Druck allerdings ohne große Torgefahr. Die Stralsunder jetzt nicht mehr so passsicher, was immer wieder zu schnelle Ballverluste nach sich zog.
In der 35. min war es auch dann soweit. Ein guter Angriff der Randschweriner durch die Mitte sollte zum Ausgleich führen.
Leider hatten die Pommern auch etwas Pech dabei, als der Ball vom Pfosten an den Rücken von Christoph Nickel prallte und erst von da aus ins Tor trudelte. Angestachelt vom Ausgleich und von den Zuschauern wollte jetzt der Gastgeber nachlegen. Aber mit Glück und Geschick retteten sich die Sundstädter in die Halbzeit.

Die 2. Hz. begann wie die erste aufhörte. Pampow gleich mit einer Chance. Ein 20m Schuß bereitete Thilo Höhle leichte Probleme aber seine Mitspieler waren sofort für ihn da. Langsam befreiten sich die Pommern aber aus dieser Situation und konnten jetzt auch wieder Akzente nach vorne setzen. Und dann wurde es hitzig. In der 56. Minute hielt Keeper Höhle einen 22 m Schuss sicher fest. Der Pampower Pylypchuk trat aber nochmal zu und traf dabei das Knie des Stralsunder Torwarts. Sofort waren Vit und Co da und wollten ihren Torwart schützen, was dann zu einer Rudelbildung führte. Gelb für den Pampower und für Christoph Vit waren die Folge.

Das war aber nur der Auftakt zu einer spektakulären letzten halben Stunde. Trainer Kuse wechselte in der 60. Minute Daniel Hartz für Sebastian Petzold ein, was ein klares Zeichen für noch mehr Offensive sein sollte. Und das sollte sich wiedermal sofort auszahlen. Der stark spielende Tom Thiele erkämpft den Ball in der eigenen Hälfte und spielte sofort auf Hartz. Der ließ einen Gegenspieler alt aussehen und passte dann genau in den Lauf von Dimitrijs Medeckis. Unwiderstehlich stürmte der auf das Pampower Tor zu und blieb dann auch noch cool genug um Losereit keine Chance zu lassen. 2:1. Jetzt wurden auch die Zweikämpfe hitziger, ohne aber auszuarten und der gute Schiedsrichter hatte seine liebe Mühe die Gemüter zu beruhigen. Lindberg sah die gelbe Karte in dieser Phase.
Der Ausgleich sollte diesmal aber nicht lange auf sich warten. Philipp Lorenz wollte den Ball an der Eckfahne spielerisch klären, was aber mächtig in die Hose ging und er sich nur noch durch ein Foul zu helfen wusste. Auch dafür sah er den gelben Karton. Den anschließenden Freistoß konnten die Hansestädter zunächst klären. Beim darauffolgenden Schußversuch der Pampower setzte Michi Lindberg seinen Körper zu ungestüm ein und es gab wieder einen Pfiff und Freistoß für den Gastgeber. Dazu flog auch noch Lindberg mit gelb/rot vom Platz. Pylypchuk lief an und traf zum Ausgleich. Wer jetzt dachte, das war`s mit Pommern, hatte sich mächtig getäuscht. Jeder lief noch einen Schritt mehr, jeder kämpfte für jeden und selbst in Unterzahl versuchten die bärenstarken Stralsunder auch noch Fußball zu spielen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn natürlich wollten die Mecklenburger zu Hause gewinnen.
In der 74. min dann der nächste Aufreger in dieser äußerst unterhaltsamen Partie. Pommerns Innenverteidiger Christoph Vit schlug einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum. Käpt`en Orend schraubte sich am höchsten, doch sein Kopfball landete am Pfosten. Alex Kuplovs-Oginskis war aber hellwach und sicherte sich den Abpraller. Pampows Schlußmann Losereit stürmte heraus und traf Alex am Fuß. Das Schiedsrichtergespann entschied sofort auf Elfmeter.

Christian Orend übernahm Verantwortung und vollendete sicher zum 3:2. Aber immer noch waren mindesten 15 Minuten zu spielen. Die „Piraten“ rannten jetzt auf biegen und brechen an, was auch ab und zu mit Fouls endete. In der 80.min erwischte es den Pampower Doppeltorschützen Pyplychenko, der vorzeitig mit gelb/rot zum Duschen geschickt wurde. In dieser Phase rückte immer mehr Pommerns Keeper Thilo Höhle in den Mittelpunkt. 88.min Großchance MSV. Höhle hält. 90. min Fernschuß. Höhle faustet den Ball aus der Gefahrenzone. In der gleichen Minute verabschiedete sich auch noch Tom Thiele mit gelb/rot vom Spielgeschehen.
9 gegen 10 Feldspieler und 5 Minuten Nachspielzeit. Die Pommern verteidigten nur noch. Alle verbliebenen Spieler waren längst über ihre Grenzen gegangen, doch noch war nicht Schluss. Immer wieder segelte das Spielgerät in den sundischen Strafraum. Mit Mann und Maus wurde sich in jeden Zweikampf geworfen. In der 95. Minute hatten schon die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, aber mit einem überragenden Reflex kratzte Thilo Höhle den Ball aus der Ecke.
Dann war es geschafft. 3:2 gewonnen. Erschöpft aber glücklich sanken die Pommernspieler zu Boden um kurz danach aber wieder zum Siegertänzchen aufzustehen.
 

Nächstes Wochenende hat der FC Pommern spielfrei. Danach geht’s zum Rostocker FC. Heimspiel ist wieder am 03.10. in der Primus Immobilien Arena, Gegner dann SV Pastow.

 

zurück Erstellt am Sonntag, 13. Sep 2015

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