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Pommern kann doch noch gewinnen

Wichtiger Sieg gegen Boizenburg.

Im drittletzten Punktspiel empfing der FC Pommern den Aufsteiger aus Boizenburg. Im Hinspiel unterlag man nach einer desolaten Leistung 0:3. Das wollten die Stralsunder natürlich wieder gut machen. Und nicht nur das. Punkte müssen jetzt her um den drohenden Abstieg doch noch zu verhindern. Dabei sollte auch noch ein Neuzugang helfen. Yu Asanuma, der erste Japaner in der Geschichte des FC Pommern, wurde kurzfristig verpflichtet. Am Donnerstag in Berlin gelandet. Freitag ein kurzes Einzeltraining und Samstag das erste mal mit der Mannschaft auf dem Platz, hinterließ er gleich einen guten Eindruck.

Jetzt aber zum Spiel. Pommern begann mit einem Angriffspressing was es in sich hatte. Früh störten sie den Spielaufbau der Boizenburger so das es immer wieder schnelle Ballgewinne gab. Nach 5 min gab es die erste Ecke, nach 7 min einen Freistoß auf Yu von dem er aber etwas überrascht wurde und nach 8min Elfmeter. Vorausgegangen war ein Zauberpass von Yu auf Christian Orend. Und der konnte anschließend nur regelwidrig im Strafraum gestoppt werden. Käpten Mathias Hinz schnappte sich die Kugel und verwandelte traumhaft sicher zur verdienten Führung. Und Pommern weiter im Vorwärtsmarsch. Ein gefährlicher Freistoß von Christoph Vit konnte nur zur Ecke geklärt werden aus der dann noch eine Kopfballchance für Orend entstand.

Langsam erholte sich aber jetzt der Aufsteiger. Ein Ball in Pommerns Hälfte konnte Oliver Sund gerade noch so mit dem Kopf klären. Aber immer noch war es der FC P der hier spielbestimmend war. Einen mustergültigen Angriff über Yu und Orend, dessen scharfe Hereingabe Daniel Hartz nur knapp verpasste, bedeutete fast das 2:0. Wie aus dem nichts dann das 1:1 in der 27. min. Eine Flanke aus dem Halbfeld auf Boizenburgs gefährlichsten Angreifer Daniel Kruse und der mit einem Kopfball den Ausgleich erzielte.
Postwendend aber fast wieder die Führung für die Hausherren. Michi Lindberg mutterseelenallein 5 m vor dem Tor. Doch sein Schuß konnte vom Gäste Keeper Soeren Leifels pariert werden. In der 37. min dann die Führung für die Gäste. Nach einer Ecke sprang der Ball zu dem völlig freistehenden Malte Harder. Und der ließ sich diese Chance nicht entgehen. Sein trockener Schuß schlug zum 1:2 im Pommerntor ein. Das nicht vor dem Seitenwechsel auch nicht noch das 1:3 viel, hatten die Pommern Oliver Sund zu verdanken. Einen Freistoß konnte er reaktionsschnell noch an die Latte lenken. Dann war Halbzeit und die Stralsunder haderten mit sich selbst. Gut gespielt, viele Chancen und trotzdem lag man mal wieder zurück.
Aber ans aufgeben dachte keiner und so kam man gestärkt aus der Kabine. Auch Boizenburg hatte Morgenluft gewittert und so entwickelte sich von Anfang an des 2. Durchgangs ein wahrer Schlagabtausch. Nach 50 min prüfte Hartz das erste mal den Torwart. Direkt daraus entwickelte sich eine Konterchance für Kruse. Aber der bärenstarke Sund war auf dem Posten. Dann setzte Yu zu einem Solo an. Doch sein Abschluß verfehlte das Tor. Nur 2 Minuten später war es Benny Metzentin der gerade noch so den Ball von der eigenen Torlinie kratzte. Und weiter ging`s mit Möglichkeiten hüben wie drüben. Eckball von Vit, Kopfball Lindberg. Gehalten.

Kruse im 1 gegen 1 Sund. Der pflückt dem Boizestürmer den Ball vom Fuß. Der eingewechselte Ramadan frei vor dem Tor. Auch gehalten.
Beide Mannschaften schenkten sich nichts und die 120 Zuschauer sahen ein mitreißendes Spiel was langsam auf seinen Höhepunkt zusteuerte. Als in der 75. Minute eine Vit Ecke direkt an den Pfosten klatschte stockte allen fast der Atem. Aber immer noch stand es 1:2. und die Stadionuhr tickte und tickte.

In der 83. Minute griff dann aber der Fußballgott ein. Oder besser gesagt, der Boizenburger Torwart daneben. Einen eigentlich harmlosen Freistoß von der Seitenlinie ließ Leifels durch die Handschuhe rutschen und es stand 2:2. Großer Jubel im Stadionrund. Und Pommern wollte mehr. Reichte doch ein Punktgewinn eigentlich nicht. Alle Kräfte wurden mobilisiert, um das Ding hier noch zu gewinnen. Und die Fans sollten nicht lange warten. Nur 2 min später ging nochmal die Post über rechts ab.
Ramadan erkämpft den Ball, passt auf Orend und der alte Haudegen versenkt die Kugel schlitzohrig im Boizenburger Kasten. Ausnahmezustand auf der Pommernbank und auf den Rängen. Noch waren aber gut 8 Minuten zu spielen und die wollten die Fliesenstädter nutzen. Mit Mann und Maus stemmten sich die Stralsunder dagegen und hatten am heutigen Tag auch noch einen überragenden Torwart in ihren Reihen. Erst hielt Sund einen Freistoß und in der Nachspielzeit lenkte er einen fast unhaltbaren Kopfball um den Pfosten. Und endlich war Schluß.
Das sehr gut pfeifende Schiedsrichtertrio pfiff nach 4 endlosen Minuten Nachspielzeit diese unterhaltsame Partie ab. Strahlende Gesichter überall. Naja, vielleicht nicht überall. Aber die Boizenburger können auch mit dieser Niederlage am Sund zufrieden sein.

Für Pommern gilt es jetzt die Konzentration hochzuhalten. 2 Spiele noch. Das nächste am Sonntag in Ueckermünde und dann zum vielleicht entscheidenden am 06.06.15 im heimischen Stadion der Freundschaft gegen Anklam.

zurück Erstellt am Montag, 25. Mai 2015

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