Klubkasse.de Banner

Pommern meldet sich zurück 2:1 in Sievershagen

 

Nach der Niederlage vergangene Woche gegen Friedland reiste der FC Pommern mit der roten Laterne nach Sievershagen zum dortigen SV. Der Meister von 2013 und derzeitige Tabellenzehnte war schon immer ein unbequemer Gegner für den FC P und alle waren sich der Schwere der Aufgabe bewusst. Aber von Resignation keine Spur. Im Gegenteil, mit Zuversicht und heiß auf drei Punkte betrat man nach einer kurzen Kabinenansprache den gut gepflegten Rasen.
 

Die Trainer gaben eine defensive Grundordnung vor und diese wurde perfekt umgesetzt. Und nicht nur das. Mit knackig vorgetragenen Kontern tauchten Orend und Co immer wieder vor dem SSV Gehäuse auf. Bereits nach 8 min klingelte es fast im Gastgebertor. Nach einem Ballgewinn durch Steffen Pompe im Mittelfeld wurde Christian Orend auf die Reise geschickt. Uneigennützig passte er vor dem Tor auf den mitgelaufenen Daniel Hartz, dessen Schuss aber noch gerade abgeblockt wurde. Nur 4 min später gab es Eckball für die Stralsunder. Nicht gerade eine Spezialität in dieser Saison aber das sollte sich an diesem Spieltag ändern. Scharf und präzise von Hartz getreten schraubte sich der Stralsunder Goalgetter Orend vor dem Tor am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Auch danach blieben die Pommern am Drücker. Eine Serie von 4 hintereinander folgenden Ecken war bezeichnend dafür. Aber auch die Randrostocker hatten ihre Chancen. Ein Freistoß, der mit dem Kopf verlängert wurde und ein Lattenknaller in der 22. min waren ihre größten. Fast im Gegenzug erhöhte der nimmermüde Orend auf 2:0. Doch sein Schuss aus 10 m verfehlte knapp sein Ziel. Jetzt wogte das Spiel hin und her.
 

Die Riesenchance zum Ausgleich vereitelte der wieder bestens aufgelegte Oliver Sund im Pommernkasten stark. Eine Flanke von Benny Metzentin auf den Kopf von Michi Lindberg verfehlte knapp sein Ziel und so ging es endlich mal mit einer Führung zum Halbzeittee. In der Kabine merkte man, dass die Mannschaft brannte, dass sie heute unbedingt diese 3 Punkte mitnehmen wollte und so brauchte es nicht viele Worte, um die Jungs weiter zu motivieren.
 

Der SSV wollte natürlich hier nicht verlieren und so kamen auch sie mit Feuer aus der Kabine. Bereits nach 2 min köpften sie freistehend aufs Gästetor. Doch Torhüter Sund meisterte auch diese Situation. Er war es auch, der die nächste Chance für den FC P einleitete. Abwurf auf Hartz, weiter zu Lindberg. Aber der kleine Wirbelwind scheiterte aussichtsreich. Hinten standen die Pommern felsenfest und so bissen sich die Sievershägener immer wieder ihre Zähne aus. Bei den Stralsundern rannte einer für den anderen. Sie kämpften bis zum umfallen und das forderte natürlich auch seine Opfer. Nach einer Stunde musste der wiedergenesene, doch nun völlig entkräftete Brain Kutz ausgewechselt werden. Für ihn kam der erst 17 jährige Ole Rurik, der bereits in der Vorwoche seine Verbandsligataufe erhalten hatte. Er machte seine Sache, genau wie alle anderen die mit waren, hervorragend.

 

Die Randrostocker rannten nun mit Mann und Maus auf das Gästetor an und das eröffnete natürlich den Pommern Räume zum Kontern. Blitzartiges Umschaltspiel mit genauen Pässen brachten sie immer wieder gefährlich vors Tor. Was fehlte war das 2:0. Aber das sollte in der 71. min fallen. Daniel Hartz wurde auf die Reise geschickt. Er umkurvte erst den Torwart und hatte dann noch die Ruhe auf den mitgelaufenen Christian Orend zu passen. Der hatte keine Mühe zu seinem 5 Saisontor einzuschieben. Noch war aber nicht Schluss und das wussten alle auf dem Platz. Immer wieder angetrieben von Kapitän Hinz und Routinier Marmulla kämpften alle vorbildlich. Michi Lindberg musste kurz danach gelb/rot gefährdet ausgewechselt werden. Der eingewechselte Ramadan fügte sich genauso nahtlos ein wie der später noch kommende Erik Pagels. Die Riesenchance zur Vorentscheidung vergab leider Steffen Pompe. Nach einer Flanke von Ole Rurik faustete der Torwart den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone, aber genau vor die Füße des Stralsunder Mittelfeldspielers. Der zögerte nicht lange und lupfte den Ball über den verdutzten Torwart. Leider aber auch über das Tor und so musste weiter gezittert werden. Und das Zittern sollte noch größer werden. 90. min. Eine der wenigen Unstimmigkeiten in der Pommernabwehr nutzten die Sievershägener zum Anschlusstreffer. Der gute Schiedsrichter zeigte dann noch 4 Nachspielminuten an, die der an diesem Tag ganz starke FC Pommern mit viel Geschick überstand.
 

Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Selbst die mitgereisten verletzten Spieler reiten sich in die Jubeltraube ein. Auch der anwesende Pommernpräsident Rene Pittelkow und Schatzmeister Sven Biederstädt zollten den Jungs ihre Hochachtung vor der gezeigten Leistung und munterten sie auf so weiter zumachen. Am kommenden Wochenende ist Pause und dann geht es zum nächsten Auswärtsspiel nach Boizenburg.

zurück Erstellt am Sonntag, 09. Nov 2014

WERDEN SIE SPONSOR

TRAINER GESUCHT

NACHWUCHS GESUCHT

UNSER STANDORT